Kurzgeschichten

5. Aug, 2017

Als ich meinen Vater am 25. Dezember anlässlich des Weihnachtsfestes besuchte, bot sich mir, wie jedes Jahr, eine wunderschöne, beinahe drei Meter große Tanne dar. Blau und silbern behangen, bis aufs kleinste Detail in Farb und Form abgestimmt. Auch das exklusive Lindtkonfekt war nur in blau und silber vertreten.

 

Bei einem Glas Wein erzählte mein Vater unvorhergesehen von seiner Kindheit. 1947 in Bochum geboren, zählte er zu den sogenannten Nachkriegskindern. Bochum war damals, wie viele andere Städte auch, von den Alliierten Mächten arg zerbombt. Doch meinen Großeltern schien es nicht schlecht zu gehen. Sie bewohnten eine große Wohnung und hatten, dank dem damaligen Einfallsreichtum der Frauen, täglich warmes Essen. Mein Großvater arbeitete in dieser Zeit in einem Kohlenbergwerk und brachte jeden Tag, gut in einem Aktenkoffer verstaut, Kohlen nach Hause. Auch für wohlige Wärme war also gesorgt.

 

Um dem Chaos der Zerbombung Herr zu werden, begannen die Ortsansässigen mit Baggern die Häuser, oder besser gesagt, das was davon übrig war, abzutragen, und die traurigen Reste eines grausamen Krieges, um sie auf eine riesige Müllhalde zu deponieren. Stumme Zeugen eines nutzlosen Krieges. Doch nicht so für meinen Vater und seinen Bruder. Des Öfteren zogen sie los zu dieser Müllhalde, ein Abenteuer für sich. Sie wussten zwar nicht nach was sie eigentlich suchten, dennoch wurden sie ein jedesmal aufs Neue fündig. Mit leuchtenden Augen erzählte mein Vater wie sie neu verpackte Buntstifte, Blöcke und anderes heimbrachten. Ein Papiergeschäft fiel dem Krieg zum Opfer und wurde samt Inhalt auf die Deponie verfrachtet. Kinder verstehen das Wort Krieg nicht, doch sie erfreuen sich oft an den einfachsten Dingen.

 

Meine Mutter wurde 1948 in Niederösterreich geboren. Ihr Vater kämpfte bereits im ersten Weltkrieg, so auch im zweitem. Ihre Mutter half zu Hitlers Zeiten beim Bau der Westautobahn und schleppte monate –und jahrelang Pflastersteine. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, es war keine große Wohnung vorhanden, kein Strom, und das WC war eine Holzhütte nahe dem Haus, in dem sie sich eingemietet hatten. Ich war beinahe schon 15, als meine Großeltern einen Stromanschluss erhielten und somit einen Kühlschrank, Fernsehen und endlich Licht! Doch wenn meine Mutter von ihrer Kindheit erzählt, bekommt auch sie diese leuchtenden Augen. Wie oft begleitete sie ihren Vater in den nahegelegenen Wald um dort Holz für den Ofen zu sammeln, oder Zweige, um daraus einen Besen für den Hof zu binden. Fleisch gab es selten, und wenn, dann erhielt dies köstliche Stück der Vater, der Ernährer der Familie. Für Mutter und Kinder blieb Saft und Knödel. Es wurde eisern gespart, und nicht etwa um für die Pension vorzusorgen, nein, es ging um den Kampf des Alltäglichen. Doch zu Feste wie Weihnachten vergaß man all die Mühen. Stolz berichtete mir meine Mutter, wie sie gemeinsam mit ihrer Schwester eine Gehpuppe geschenkt bekamen. Die erste Gehpuppe im ganzen Dorf. Wie lange dafür die Großeltern sparen mussten, vermochte sie nicht mehr zu sagen.

 

Mein Bruder und ich wuchsen in einem kleinen Dorf auf. Jeden Tag verbrachten wir viele Stunden gemeinsam mit den anderen Kindern im Freien. Erst wenn unsere Lippen im Winter blau vor Kälte waren, rief uns unsere Mutter ins Haus. Und wenn wir in den Sommerferien völlig verschmutzt vom Spielen im Wald oder im Garten hungrig heimliefen, spritzte sie uns zuerst mit einem Gartenschlauch auf der Wiese ab, bevor wir ins Haus durften. Meine Kindheit war glücklich und voll schöner Erinnerungen. Ich kam gar nicht auf den Gedanken, dass auch meine Eltern sparen mussten. Ich empfand es nicht so. Jeden Mittwoch kamen der Bäcker und der Fleischhauer des benachbarten größeren Ortes mit ihren Bussen zu uns ins Dorf. Ein Hupen vor dem Haus kündigte das Ereignis an. Mein Bruder und ich liefen schon voraus, während Mutter mit dem Geldbörsl und einem Korb gewappnet nachging. Jede Woche aufs Neue sahen wir staunend die dargebotenen Waren an. Und jede Woche kaufte uns Mutter eine Schachtel Dixies, kleine bunte Traubenzuckerpastillen und vom Fleischer eine Knacker. Meine Mutter nähte aus ihren alten Kleidern Kleider für mich. Ski und Skibekleidung gab‘s für uns nur aus der Tauschzentrale.  Aber wen kümmerte das schon?

 

Wen kümmert das schon? Enttäuschte Augen meines Neffen. Er hatte diesmal zum Weihnachtsfeste keine Versace-Jeans bekommen. Der Pullover ist auch nicht trendy genug. Nur das Handy, das neueste Modell versteht sich, stimmte ihn versöhnlich. Die Mutter des Jungen erklärte mir, dass es heutzutage unbedingt notwenig sei, die Kinder in Markenkleidung zu stecken und sie mit Handys auszurüsten, da sie ansonsten zum Gespött der Schule würden. Sie nennt das kurzerhand Konsumterror.

 

Viele Tausende Schillinge werden dafür ausgegeben, mit Überstunden in der Arbeit finanziert, nach denen man ausgelaugt, übermüdet und gereizt nach Hause geht. Jedes unnötige Wort wird abends vermieden, man freut sich nur mehr auf ein, zwei Stunden fernsehen nach dem Abendessen um dann mehr tot als lebendig ins Bett zu fallen.

 

Konsumterror? Meine Gedanken wanderten wieder in meine Kindheit und in die meiner Eltern. Konsumterror war damals wohl keinem ein Begriff. Aber dafür Liebe und Zeit. Die täglichen Arbeiten wurden verrichtet, wie es schon ihre Eltern und die Eltern ihrer Eltern getan hatten. Doch abends und den Wochenenden wurde gemeinsam mit der Familie verbracht, geplauscht, gespielt und gelacht. Dazu benötigte man kein Geld, sondern nur Zeit.

 

Und lächelnd sagte ich dieser Mutter, die sich dem Konsumterror unterworfen hat: „arbeite um zu leben, aber lebe nie um zu arbeiten!“

 

Stru 1999

5. Aug, 2017
5. Aug, 2017

"Niemals!" sagte sie, "niemals, das kannst du von mir nicht verlangen!“ Sie sah ihn mit großen, geweiteten Augen an. Klein, fast ängstlich saß sie da, auf ihrem Sessel. Die Beleuchtung im Zimmer war etwas düster, draußen war es bereits dunkel. Sie goss mit zittriger Hand noch etwas Whisky ins Glas, sagte kein Wort und ließ ihn dabei nicht aus dem Augen.

 

"Kann ich nicht?" fragte er, "wieso? Hab´s doch gerade getan!" Selbstsicher, ja beinahe grausam kalt war der Klang seiner Stimme. "Ich habe dich gewarnt, aber du wolltest ja nicht auf mich hören. Du weißt ja immer alles besser! Also trag´ jetzt die Konsequenzen." Es sah so aus, als genoss er richtig die Situation, in der sie sich jetzt befand. Er sah sie an, und lächelte ein wenig. Jetzt war es soweit, er hatte sie in der Hand. Wie lange hatte er darauf gewartet. Geduld zahlt sich offensichtlich doch aus.

 

Die Stille war erdrückend. Er sah sie an, wie sie mit ihren Fingern nervös herumspielte, verzweifelt nach einem Ausweg suchte. Sie stand auf, beinahe ruckartig, ging zum Fenster und sah hinaus. Nachdenklich betrachtete er sie, mein Gott, wie sehr er sie liebte. Beinahe wäre er aufgestanden, zu ihr gegangen und hätte sie in den Arm genommen. Er hätte ihr gesagt, daß wieder alles gut werden würde. Er musste sich überwinden, gerade das nicht zu tun. Diesmal nicht. Er wußte, daß sie jeden erdenklichen Versuch machen würde, ihn umzustimmen. Und insgeheim musste er darüber lachen. Er kannte ihren Erfindungsreichtum nur zu gut. Sie würde nichts unversucht lassen.

 

Sie drehte sich um, sah ihm tief in die Augen und kam ein paar Schritte auf ihn zu. Sie war bereits so nahe, daß er ihren Duft riechen konnte, und er liebte diesen Duft. Wie vertraut er ihm doch war. Sie beugte sich ein wenig herab, und fragte mit leiser Stimme: " Kann ich denn gar nichts tun, um dich umzustimmen?" Beinahe hätte er sie in den Arm genommen, aber eben nur beinahe. Er räusperte sich um mit kühler Stimme "gar nichts" zu sagen.

 

Sie richtete sich auf, sah ihn mit einem kämpferischen Ausdruck in den Augen an. "Und du bist dir sicher, daß du diesmal nicht nachgibst? Du weißt, was das bedeutet?". Er wußte es nur zu gut. Das bedeute soviel wie Krieg. Die Vorstellung ließ ihm einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Er wußte, sie konnte gnadenlos sein, wenn es darum ging ihre Vorstellungen durchzusetzen. Er lehnte sich zurück und dachte an die vielen Male, die er nachgegeben hatte. Es hat es immer gern getan. Doch diesmal nicht, er wollte sie herausfordern, in die Enge treiben. Ja beinahe amüsierte ihn diese Situation.

 

Sie ging im Zimmer auf und ab, dachte angestrengt nach, suchte nach Möglichkeiten, es musste doch einen Ausweg geben. Warum nur blieb er diesmal so hart? Was hat sie falsch gemacht? Warum nur geriet sie bei ihm jedes mal in die gleiche Situation? Sie fragte sich, ob er sie noch liebte, sah ihn an, sein Gesicht, sie merkte wie es in seinen Augenwinkeln blinzelte. Konnte es sein, daß er es genoss, sie in die Enge zu treiben? Das weckte ihren Kampfgeist umso mehr. Sie setzt sich wieder, nahm das Glas in ihre Hand, nahm einen Schluck. "Gut, wieviel bin ich dir schuldig?" Sie ließ ihn dabei nicht aus den Augen. "Du bist dir aber dessen bewußt, daß dies meinen Ruin bedeutet?"

 

Er wusste es sehr wohl, nickte kaum merklich mit dem Kopf. Er wußte wie hart es für sie war. Sie konnte einfach nicht verlieren, und schon gar nicht beim Monopoly.

 

5. Aug, 2017
4. Aug, 2017

Der Wald war dunkel und dennoch freundlich. Ich wusste nicht, wie ich dort hingekommen war, ich wusste nur, dass ich mich nach so einem Ort gesehnt hatte.

 

Die Bäume hatten etwas Mythisches an sich. Große kräftige Bäume, die Kronen waren kaum zu sehen. Nicht gerade gewachsen, eher etwas schwülstig und breit. So als ob sie Raum bieten wollten um in ihnen zu wohnen. Eine unausgesprochene Einladung. Der Weg war geschwungen, umrahmt von lieblichen Waldblumen, weiß, zartes gelb. Überhaupt schien in diesem Wald keine einzige gerade Linie zu existieren. Mir vielen spontan die Wörter „fließend“ und „harmonisch“ ein und lächelte ein wenig.

 

Ich stand nun in diesem Wald, fühlte mich unheimlich wohl, und beschloss aus diesem Grunde ein paar Schritte zu gehen. Etwas verwirrte mich die Tatsache, dass es mich nicht verwirrte, mich plötzlich an diesem Ort zu befinden. Aber egal. Es war nun einmal so, und ich war neugierig.

 

Das Zeitgefühl war mir entglitten, wusste nicht, ob ich Minuten oder Stunden unterwegs war. Auch hatte das an Wichtigkeit verloren. Ich merkte, wie still es eigentlich war. Kein Straßenlärm, kein Menschengeschreie, keine Hektik. Nur der Wind, der sanft mit den Blättern spielte, ein paar Vögel. Ab und zu knackte ein auf der Erde liegender Ast, auf dem ich trat, und selbst das Geräusch wirkte störend, denn es gehörte nicht hierher. So bemühte ich mich, mich völlig in die Umgebung einzufügen und gab acht keinen unerwünschten Lärm zu verursachen, setzte mich auf weiches Moos am Wegesrand und schloss die Augen. Ich lauschte, fühlte, roch, schärfte meine Sinne.

 

Plötzlich hörte ich ein knacken, und da ich wusste, dass ich es nicht gewesen sein konnte, war ich auf ein Tier gefasst. Vielleicht ein Hase, ein Reh, ein Igel, irgendetwas in der Art. Mir fiel auf, dass ich den ganzen langen Weg keinen einzigen derartigen Waldbewohner zu Gesicht bekommen hatte. Nicht, dass es mich verunsicherte, nur ein kurzer Gedanke der mir durch den Kopf schoss, und der durch ein wiederkehrendes knacken eines Astes unterbrochen wurde.

 

„Mist!“ Mist? Hatte ich richtig gehört? Ich sah mich um, jedoch ohne Ergebnis, dass mich auch nur ansatzweise befriedigen sollte, denn niemand war ausfindig zu machen „Du hast richtig gehört.“ Ich merkte eine gewisse Unbehaglichkeit in mir hochsteigen. Nicht nur, dass ich Stimmen hörte, die ich lieber einem Körper zugeordnet hätte, es wurden auch noch meine Gedanken gelesen. Etwas unschlüssig saß ich da, doch in Anbetracht dieses mehr als seltsamen Tages beschloss ich einfach meine Neugierde siegen zu lassen: „und warum Mist?“ fragte ich nun laut, um wenigstens meinem eigenen Körper eine Stimme zu verleihen. Leises kichern. „Ist nicht so wichtig. Ich wollte nur sehen, ob ich auch ein knacksen verursache, wenn ich gehe. Ich dachte ich könnte es besser. Aber wer ist schon vollkommen? Viel wichtiger ist: warum bist du hier und vor allem, was genau willst du denn von mir?“

 

Angestrengt dachte ich nach. Ich redete also mit einem etwas, dass ich nicht sehen konnte und das mich fragte was ich von ihm wolle. Ich vernahm noch ein unwilliges „pffffffft“ ehe ich ein kleines, zierliches Elfchen auf einer Blume neben mir sitzen sah. „Dann sieh mich halt genau an, wenn du mit unsichtbaren Wesen nicht unvoreingenommen kommunizieren kannst“ Die erwartete Reaktion meinerseits wäre wohl gewesen, die Augen weit aufzureißen, mit offenem Mund zu staunen, und meinem Verstand zu zweifeln. Stattdessen kniff ich die Augen zusammen, kam mit dem Kopf näher zu dieser kleinen Elfe um sie besser sehen zu können. „Nana, wie nah willst du denn noch kommen?“ Ich entschuldigte mich angemessen, jedoch nicht ohne meinem Blick abzuwenden. Was ich sah, gefiel mir ausnehmend: Eine kleine, zierliche Gestalt, mit gelben Haaren, die kurz geschnitten und struppig, frech das ebenmäßige Gesicht umrahmten. Ein Kleid ganz in weiß, welches duftig, und weich die Knie umschmeichelte. Zwei libellenartige Flügel, die ständig ein wenig in Bewegung waren, und wenn man genau hinhorchte auch ein leises Geräusch verursachten. Alles in allem eine sehr ansprechende Erscheinung. „Vielen Dank auch.“ Das Elfchen grinste, weil es wusste, dass ich spätestens jetzt realisierte, wie gut es in der Lage war meine Gedanken zu lesen.

 

Die Frage beschäftigte mich nun doch. Wie kam das Elfchen darauf, dass ich etwas von ihm wollte? Grübelnd saß ich auf dem Moos, es war still. Nur das leise surren der Flügelschläge war zu hören. Sie ließ mich mit meinen Gedanken alleine, und insgeheim dankte ich es ihr. Ich sah mich um in diesem Wald, der so viel Ruhe und Geborgenheit ausstrahlte. „Weißt du, an so einem Ort hab´ ich mich schon immer gewunschen. Fernab von all den Leuten. Ruhe, Frieden.“ Und plötzlich überkam mich die schon gewohnte Traurigkeit, und ich wusste eigentlich nicht, warum sie mich immer besuchte. „Sie ist ein Teil von dir, du musst sie nur annehmen. Sie will dir etwas sagen“ sanft und gar nicht mehr so frech kamen diese Worte von der Elfe. „Bin ich deswegen hier? Um etwas über mich zu erfahren, zu lernen?“, meine Frage kam unsicher. „Du bist hier, weil du hierher wolltest. Ob du lernst, liegt an dir. Du bist hier, weil du dich auf den Weg gemacht hast, das Ziel kennst du noch nicht, obwohl du es immer beharrlich suchst. Nur, das Ziel ist nicht immer wichtig. Sieh dir den Weg an, du hast dir doch einen schönen gewählt, warum zweifelst du ständig an dir? Gehe ihn und sieh was passiert.“

 

Noch lange Zeit hallten die Worte in mir nach. Ich war irritiert, verwirrt. Nur wenige Worte wurden gewechselt. Die jedoch gaben mir ein Gefühl der Wärme, Kraft. Es knackte wieder ein Ast in der Nähe. Als ich aufschaute entdeckte ich einen Hasen der friedlich an einer Wurzel nagte. „So ganz alleine willst du wohl doch nicht sein“, sagte die Elfe und lächelte. Noch ehe ich antworten konnte, war sie verschwunden, nur ein leises surren war zu hören.

 

Und obwohl ich Abschiede verabscheute, wusste ich, dass es keiner auf lange Zeit war. Eine Freundin hat sich mir vorgestellt. Eine, die da war, als ich Unsicherheit in mir verspürte, Zweifel. Es war nicht nur Dankbarkeit, die ich fühlte, sondern auch Freude. „Eine kleine, freche, geheimnisvolle und kluge Freundin“ murmelte ich, sah wieder zu dem Hasen und wusste es war an der Zeit zu gehen.

 

Die Vögel zwitscherten munter ihre Lieder, die Sonne durchbrach das Dunkel des Waldes. Es war lau und angenehm. Zwei Rehe kreuzten den Weg. Der Weg. Die Elfe hatte recht, es war ein sehr schöner, einer der sich durch den Wald windete und kein Ende war abzusehen. Ich blieb stehen, schloss die Augen und atmete tief durch. Ich hörte wie Menschen redeten, lachten. Und ich empfand es nicht mehr als störend. Es war keine Hektik darin zu erkennen, oder war es aus dem Grunde, da ich keine Hektik mehr in mir verspürte? Ich ging nun etwas schneller, wollte die Menschen sehen, die ich hörte, mit ihnen reden und vor allem lachen.

 

Stru, 08.06.2000